Maximierer und Satisficer
Der Begriff Satisficing stammt vom Ökonomen Herbert A. Simon und verbindet „satisfy“ (zufriedenstellen) und „suffice“ (genügen). Der Psychologe Barry Schwartz hat später zwei Entscheidungstypen beschrieben:
- Maximierer wollen die beste Option. Sie vergleichen lange und zweifeln danach oft.
- Satisficer legen Kriterien fest und nehmen die erste Option, die sie erfüllt.
Untersuchungen legen nahe, dass Maximierer zwar objektiv manchmal bessere Ergebnisse erzielen, sich aber subjektiv häufiger unzufrieden fühlen.
So entscheidest du nach dem Gut-genug-Prinzip
- Kriterien festlegen, bevor du suchst. Was muss erfüllt sein? Was wäre schön, ist aber nicht nötig?
- Suche begrenzen. Zeit oder Anzahl der Optionen festlegen, etwa „maximal fünf Wohnungen besichtigen“.
- Die erste passende Option nehmen.
- Nicht weitersuchen. Nach der Entscheidung keine Alternativen mehr vergleichen.
Wo das Prinzip besonders hilft
| Bereich | Gut genug heißt zum Beispiel |
|---|---|
| Restaurant | Gute Bewertungen, passt ins Budget, gut erreichbar |
| Technik | Erfüllt alle Kernfunktionen, guter Test, Preisrahmen |
| Urlaub | Wetter, Budget, Anreise passen |
| Geschenke | Passt zur Person und zum Anlass |
Wann Maximieren sinnvoll ist
Bei Entscheidungen mit großer Tragweite und gut vergleichbaren Optionen kann gründliches Vergleichen lohnen, etwa bei einer Immobilie oder Altersvorsorge. Aber auch dort hilft eine klare Kriterienliste, nicht endlos zu suchen. Die Entscheidungsmatrix macht diese Kriterien sichtbar.
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Häufige Fragen
Was bedeutet Satisficing?
Eine Entscheidungsstrategie, bei der man die erste Option wählt, die vorher festgelegte Kriterien erfüllt, statt nach der perfekten zu suchen.
Ist „gut genug“ nicht Bequemlichkeit?
Nein. Es ist eine bewusste Strategie, die Zeit und Energie spart und oft zu mehr Zufriedenheit führt.
Wie erkenne ich, ob ich ein Maximierer bin?
Wenn du lange vergleichst, dich schwer festlegst und nach Entscheidungen oft zweifelst, neigst du vermutlich zum Maximieren.