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6.655 Entscheidungen getroffen

Pro-Contra-Liste

Schreib alle Argumente dafür und dagegen auf, gib jedem ein Gewicht und sieh, wohin die Waage kippt. Deine Liste bleibt im Browser gespeichert.

Dafür (0 P.)

    Dagegen (0 P.)

      Gewichte jedes Argument: leicht, mittel oder schwer.

      Die Pro-und-Contra-Liste: der Klassiker, richtig gemacht

      Schon Benjamin Franklin empfahl 1772 in einem Brief, Gründe für und gegen eine Entscheidung auf zwei Spalten zu verteilen und sie über einige Tage zu ergänzen. Die Methode ist bis heute eine der wirksamsten Entscheidungshilfen, weil sie Gedanken aus dem Kopf aufs Papier holt. Der entscheidende Schritt, den viele vergessen: die Gewichtung. Ein schweres Argument kann drei leichte aufwiegen.

      So nutzt du die Liste richtig

      1. Frage formulieren: Je konkreter, desto besser. „Soll ich das Jobangebot in Hamburg annehmen?“ statt „Neuer Job?“.
      2. Argumente sammeln: Erst alles aufschreiben, ohne zu bewerten.
      3. Gewichten: Jedes Argument bekommt leicht (1), mittel (2) oder schwer (3).
      4. Auswerten: Der Balken zeigt das Verhältnis. Bei knappen Ergebnissen hilft der Münztrick.
      5. Speichern, kopieren oder drucken: Die Liste bleibt in deinem Browser, bis du sie änderst.

      Beispiel: Soll ich umziehen?

      DafürGewichtDagegenGewicht
      Kürzerer ArbeitswegschwerHöhere Mieteschwer
      Mehr PlatzmittelFreunde weiter wegmittel
      BalkonleichtUmzugsstressleicht

      Ergebnis: 6 zu 6 Punkte, ein Patt. Jetzt hilft die Frage, welches Argument dir beim Lesen am meisten Gefühl auslöst.

      Typische Fehler bei Pro-Contra-Listen

      • Nur Argumente zählen: Fünf Kleinigkeiten wiegen nicht automatisch ein großes Argument auf.
      • Doppelte Argumente: „Mehr Geld“ und „bessere Bezahlung“ sind dasselbe.
      • Bauchgefühl ignorieren: Wenn das Ergebnis dich enttäuscht, ist das eine wichtige Information.
      • Zu früh aufhören: Ergänze die Liste über ein, zwei Tage. Gute Argumente kommen oft später.

      Wenn mehr als zwei Optionen im Spiel sind

      Die Pro-Contra-Liste ist ideal für Ja-oder-Nein-Fragen. Bei mehreren Optionen ist die Entscheidungsmatrix besser, weil sie Optionen nach denselben Kriterien vergleicht.

      Fertige Pro-und-Contra-Listen für typische Fragen findest du zum Beispiel bei Soll ich kündigen?, Soll ich umziehen? oder Soll ich ein E-Auto kaufen?.

      Häufige Fragen

      Wie mache ich eine gute Pro-Contra-Liste?

      Konkrete Frage, alle Argumente sammeln, jedes gewichten, auswerten und das Bauchgefühl beim Ergebnis prüfen.

      Wird meine Liste gespeichert?

      Ja, aber nur in deinem Browser (localStorage). Sie wird nicht an uns übertragen.

      Was mache ich bei einem Patt?

      Wirf die Münze mit beiden Optionen und achte auf deine Reaktion. Oder schlaf eine Nacht darüber und ergänze die Liste morgen.

      Wer hat die Pro-Contra-Liste erfunden?

      Bekannt ist die Beschreibung von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1772, der sie als „moralische Algebra“ bezeichnete.