Die Methode
Die „Six Thinking Hats“ wurden vom Kreativitätsforscher Edward de Bono entwickelt. Jeder Hut steht für eine Denkweise. Statt alles gleichzeitig zu denken, setzt man nacheinander jeden Hut auf. Das funktioniert allein und besonders gut in Gruppen, weil Diskussionen dadurch strukturierter werden.
Die sechs Hüte
| Hut | Denkweise | Leitfrage |
|---|---|---|
| ⚪ Weiß | Fakten | Was wissen wir sicher? Was fehlt? |
| 🔴 Rot | Gefühle | Was sagt mein Bauch? |
| ⚫ Schwarz | Risiken | Was kann schiefgehen? |
| 🟡 Gelb | Chancen | Was spricht dafür? Was ist der Gewinn? |
| 🟢 Grün | Kreativität | Welche anderen Wege gibt es? |
| 🔵 Blau | Überblick | Was ist das Ergebnis? Was ist der nächste Schritt? |
So wendest du die Methode an
- Formuliere die Entscheidung.
- Geh die Hüte nacheinander durch und schreib zu jedem Hut Stichpunkte auf.
- Bleib konsequent bei einem Hut. Beim gelben Hut keine Risiken, beim schwarzen keine Chancen.
- Mit dem blauen Hut fasst du zusammen und entscheidest.
Warum die Methode wirkt
Bei schwierigen Entscheidungen vermischen sich Fakten, Ängste und Hoffnungen. Wer alles gleichzeitig denkt, dreht sich im Kreis. Die Hüte trennen die Gedanken und sorgen dafür, dass jede Perspektive gehört wird, auch die leisen.
Tipp für Gruppen
Teilt die Zeit pro Hut, etwa drei Minuten. Alle denken gleichzeitig mit demselben Hut. So entfällt das typische Muster, dass eine Person nur Risiken sieht und die andere nur Chancen.
Verwandt: SWOT-Analyse, Entscheidungen in der Gruppe.
Häufige Fragen
Wer hat die Sechs-Hüte-Methode entwickelt?
Edward de Bono, ein Kreativitätsforscher, der die Methode in den 1980er-Jahren beschrieben hat.
Kann ich die Methode allein nutzen?
Ja. Schreib zu jedem Hut nacheinander deine Gedanken auf.
In welcher Reihenfolge setzt man die Hüte auf?
Es gibt keine feste Reihenfolge. Häufig beginnt man mit Weiß und endet mit Blau.