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6.655 Entscheidungen getroffen

📓 Das Entscheidungstagebuch

Wir erinnern uns an Entscheidungen oft anders, als wir sie getroffen haben. Ein Entscheidungstagebuch hält fest, was du wirklich gedacht hast.

Von Alexander Weber · Lesezeit ca. 2 Minuten

Dafür (0 P.)

    Dagegen (0 P.)

      Gewichte jedes Argument: leicht, mittel oder schwer.

      Warum ein Entscheidungstagebuch?

      Im Rückblick wirken Ergebnisse oft vorhersehbar. Dieser sogenannte Rückschaufehler verzerrt, wie wir unsere eigenen Entscheidungen bewerten. War eine Entscheidung schlecht, weil sie schlecht getroffen wurde, oder nur, weil Pech dazukam? Ein Tagebuch, in dem du Gründe und Erwartungen vorher notierst, macht das sichtbar.

      Was du festhältst

      FeldBeispiel
      Datum3. März
      EntscheidungIch nehme das Jobangebot bei Firma X an
      OptionenAnnehmen, ablehnen, nachverhandeln
      HauptgründeBessere Entwicklung, nettes Team
      Gefühl dabeiAufgeregt, leicht ängstlich
      ErwartungIn einem Jahr mehr Verantwortung
      Rückblick nach 6 MonatenWird später ergänzt

      So führst du es

      1. Nur wichtige Entscheidungen notieren. Was essen wir, gehört nicht hinein.
      2. Vor der Entscheidung schreiben. Danach ist die Erinnerung schon gefärbt.
      3. Kurz halten. Fünf Minuten reichen.
      4. Rückblick einplanen. Nach einigen Monaten ergänzen: Was ist passiert? Was habe ich gelernt?

      Was du daraus lernst

      Nach einigen Einträgen erkennst du Muster: Entscheidest du müde schlechter? Unterschätzt du oft den Aufwand? Hat dein Bauchgefühl meist recht? Solche Einsichten machen künftige Entscheidungen leichter.

      Kombinieren mit Werkzeugen

      Die Pro-Contra-Liste oben lässt sich kopieren und direkt ins Tagebuch übernehmen. Für Kreativschreiber ist auch ein normales Tagebuch ein guter Anfang.

      Häufige Fragen

      Was ist der Rückschaufehler?

      Die Tendenz, im Nachhinein zu glauben, man hätte das Ergebnis vorhersehen können. Er verzerrt die Bewertung früherer Entscheidungen.

      Wie oft sollte ich ins Entscheidungstagebuch schreiben?

      Nur bei wichtigen Entscheidungen. Für viele reicht ein Eintrag pro Woche oder Monat.

      Digital oder auf Papier?

      Beides funktioniert. Wichtig ist, dass du die Einträge später wiederfindest und den Rückblick nicht vergisst.